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Reisebericht als Textdatei (ohne Bilder) Monheim
– Limone – San Felice |
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Im weiteren
Verlauf der kurvenreichen Straße haben wir den See stets vor Augen. An
einem Aussichtspunkt, wo es mehrere hundert Meter senkrecht zum See hin
abfällt, kommt Franz mit einem Wohmofahrer ins Gespräch. Letztes Jahr
musste er in einem dieser Tunnels, wegen eines entgegenkommenden Lastwagens,
ziemlich re Spätnachmittags
erreichen wir Camping Molino in San Felice (bei Salo), wo wir unsere gebuchte
Blockhütte beziehen. Die Hütte in traumhafter Lage direkt am Uferrand
des Sees, erweckt bei allen Begeisterung pur. Auch der Campingplatz, durchzogen
von blühenden Rosen und Palmen ist wunderschön. |
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San Felice
- Gardone Frühmorgens
bei bewölktem Himmel gefrühstückt, dann aufgebrochen zum botanischen Garten
nach Gardone. Die über 100 Jahre alte Anlage ist durchzogen von Bächen,
kleinen Wasserfällen und vielen Teichen. |
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Bei bewölktem
Himmel, jedoch angenehmen Temperaturen machen wir uns auf den Weg zum
Nachbarort Manerba del Garda einem Dorf mit ländlichem Charakter. Ein
Schild verrät uns einen Weg zu einem Aussichtspunkt, dem wir auch gleich
zu Fuß folgen. Unterwegs, nahe einer prunkvollen Villa – das krasse Gegenteil:
Hinter einem Tor verbirgt sich ein uralter Bauernhof. Leiterwagen, Pferdegespanne
und wild umherlaufende Kühe und Hühner die sich auf Bergen von Müll tummeln.
Hier muss die Zeit vor 80 Jahren stehen geblieben sein. Als Franz den
Fotoapparat enthüllt, knallt ihm der Besitzer das Tor direkt vor der Nase
zu. Wir folgen dem aussichtsreichen Weg, bis wir Mauerreste einer alten
Festung auf dem Felsen La Rocca erreichen. Von hier hätte man sicher einen
herrlichen Blick, doch wir müssen diesmal mit tief hängenden Wolken vorlieb
nehmen. Zurück in
der Hütte fröne ich meiner Vorliebe für Cappuccino, während ich den Seeblick
genieße. Im Laufe des Tages hatte sich das Wetter in Sonnenschein gewandelt.
Abends gönnen sich Philipp und Franz nochmals den Panoramablick vom La
Rocca. |
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Der freie Blick zum Supermarkt, lässt Philipp stets zur günstigsten Zeit vor Ort sein. Er ist ganz stolz, dass er täglich frische Brötchen und Crousaints zum Frühstück besorgen darf. Heute steht
die Halbinsel Sirmione auf dem Programm. Die Stadt liegt an der Spitze
einer vier Kilometer weit in den See hineinragenden flachen Halbinsel.
Ein Blickfang ist die mächtige Wasserburg, sie ist die besterhaltenste
Norditaliens. Bereits von weitem können wir die gewaltigen Mauern der
Festung erkennen. Ein einziges Tor bildet den Eingang in die Altstadt
mit ihrem Gewirr enger Gassen. Menschenmassen schieben uns durch. Eigentlich
ist von dieser Straße abzuraten, es sei denn, man ist überzeugter Massentourist.
Ob es abseits der Hauptstraße gleichermaßen überfüllt ist? Wir wollen
es wissen und verlassen den Touristenstrom. Rechterhand geht’s rein zu
einer Kirche, dessen malerischer, säulendurchzogener Vorplatz uns mächtig
beeindruckt. Nachmittags planschen die Kinder im See - wir genießen die wärmende Sonne. Der Abend ist klasse: laue Nacht, leckere Tortellini mit Pilzen und viel guter Rotwein. Super! |
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Beim morgendlichen Tretbootgeschunkel schläft Lukas –in eine Rettungsweste gehüllt- prompt auf dem Arm von Margit ein. Im Kinderwagen hatte er das nie getan. :-(( Nächstes größeres Ziel, welches wir ansteuern, ist die Seepromenade von Salo. Nach einem Erdbeben 1901 musste das Städtchen neu aufgebaut werden. Hier wurde auch um 1570 die Geige erfunden. Entlang der Promenade finden sich ausdrucksvolle Fassaden und malerische Dachterrassen. An einem Geldautomaten vor einer Bank, wird unsere Karte aus nicht ganz unerklärlichen Gründen eingezogen. Im Gespräch, am Schalter kommen wir zwecks Rückgabe nicht weiter - die Mittagspause bis 15 Uhr steht kurz bevor. Franz holt die wartenden Kinder herein. Klein Lukas, der Freund aller Italiener zieht uns mit seinem Scharm glimpflich aus der Notlage. Die Kids sind heute so richtig gut drauf. Abends lassen wir uns noch im Restaurant bei Nudelgerichten und Rotwein verwöhnen. |
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Viel zu früh
(Lukas entschloss um 6:30 Uhr aufzustehen) rollen wir entlang der Uferstraße
nach Toscolano-Maderno. Während Lukas
nachmittags seinen Schlaf nachholt, verbringen wir ein paar Lesestunden
auf der Terrasse. |
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San Felice
- Desenziano Desenziano, schon oft durchfahren aber nie besichtigt, macht uns dieses Mal neugierig. Neben katastrophaler Parkplatzsuche -erst weit außerhalb werden wir fündig- hat die rund 2000 Jahre alte Stadt eigentlich wenig zu bieten. Wir schlendern entlang des Hafens Richtung Zentrum, drehen ein paar obligatorische Runden und begeben und schließlich wieder zurück zum Auto. Rückwegs fahren wir neben zahlreichen Baumschulen, auch an einigen Töpfereien vorbei. An einer von unser letzten Gardaseereise bekannten Töpferei machen wir Halt. Franz ist ganz angetan von einer größeren Terrakotta–Eule. Doch auch hier hat der Teuro Einzug gehalten. Wir entschließen uns zu einer etwas günstigeren, massiven Amphore, die uns später bei der Abreise mächtige Platzprobleme verschafft.
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San Felice
- Monheim Nach morgendlicher Reinigungsaktion verlassen wir die Hütte und machen uns dieses mal erstmals über die Südspitze (Peschiera) auf den Heimweg. Stau und zähfliesender Verkehr lässt uns schon an dieser Entscheidung zweifeln. Wäre es entlang der Westuferstraße über Riva doch besser gewesen? Bereits bei der Anreise bewog uns ein einseitig gesperrter Tunnel, kurz nach Riva, zu dieser Entscheidung. Nach einem weiteren Stau kurz vor Sterzing, erlaubt der Rest der Strecke wieder entspanntes Fahren, so dass wir gegen Nachmittag Zuhause eintrudeln. Franz Sebald
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