Griechenland 1990

© Franz Sebald
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Reisebericht als Textdatei (ohne Bilder)

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Monheim - Plitvice

Kaum am Abend die Heimat verlassen, klinken wir uns in eine Schlechtwetterfront ein, die uns die ganze Nacht bei strömendem Regen begleitet. Der früh begonnene Morgen beschert uns wieder strahlenden Sonnenschein und lässt erste Urlaubsgefühle aufkommen. Das erste Quartier beziehen wir auf "Camping Plitvice" an einem schattigen Platz auf einer großen Wiese. Unsere beiden überdimensionalen Liegestühle und das kleine Zelt kommen so richtig einsam darauf vor.

Den frühen Nachmittag nutzen wir für einen ersten Besuch der Plitvicer Seen. Das Gebiet ist ein Naturschauspiel der besonderen Art. Über zahlreiche Brücken und Stege durchqueren wir die Seenlandschaft die aus 16 größeren und kleineren Gewässern besteht. Wasserfälle und kristallklare, türkisfarbene Seen wechseln sich ab. Die Details sind verschiedenartig und unerschöpflich. Hinter jeder Biegung finden wir etwas Neues. Die fast sechs-stündige Wanderung durch dieses gut ausgebaute Netz von Lehrpfaden und Wanderwegen wird zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Gleich hinter unserem Zeltchen geht's einen steilen Abhang hinunter zum Badesee, den wir aber wegen des trüben Wassers nur kurz besuchen.

Plitvice

Am heutigen Morgen mit der Sonne erwacht, können wir es kaum erwarten, unseren zweiten Besuch der Seenlandschaft anzutreten. Nachdem wir gestern den unteren Teil des Naturschutzgebietes durchstreiften, nehmen wir uns heute den oberen Seenabschnitt vor. Wasserfalltechnisch gesehen beeindruckt unsere acht-stündige Tour weniger. Dafür erklimmen wir des Öfteren die umliegenden Berge. Es ist genial: tolle Aussicht auf die darunter liegende Seenlandschaft und eine Flora/Fauna dazu, die einen staunen lässt.

Von der Wanderung etwas abgeschlagen und wegen der morgen bevorstehenden Fahrt nach Griechenland gehen wir zeitig Schlafen.

Plitvice - Platamon

Der Verlauf der weiteren Fahrt führt uns durch eine verlassene karge Gegend. Die Straßen sind in dementsprechenden Zustand. Unterwegs werden wir von der Polizei rechts raus gewunken. Angeblich zu schnell gefahren kommen wir mit einer Verwarnung davon.

Endlich den Autoput erreicht und gedanklich noch bei der herrlichen Seenlandschaft, brettern wir auf der endlosen Strecke Richtung Süden bis uns die Müdigkeit zum Schlafen zwingt.

Gegen Mittag erreichen wir unser zweites Etappenziel "Camping Poseidon Beach" in Platamon wo wir mit wolkenbruchartigem Regen empfangen werden. Da sich die Wolken hartnäckig weigern, ihre nasse Füllung mitzunehmen, entschieden wir uns kurzerhand unser Zelt bei Regen aufzustellen. Kaum hat sich das Gewitter verzogen, beschert uns der Rest des Tages wieder Sonnenschein und Badespaß.

Um uns von der langen Anreise zu erholen, genießen wir die weiteren Tage mit einer Mischung aus Faulheit und kleineren Aktivitäten.

 

Platamon - Meteora Klöster

Über Larisa, wo wir mit Stau und Verkehrschaos zu kämpfen haben, geht's quer durch das Landesinnere nach Meteora. Fast vier Stunden kreuzen wir durch die Landschaft bis wir unser Ziel erreichen. Senkrechte Wände, spitze Felsnadeln und wuchtige Klötze erheben sich um uns. Wir durchfahren die tief eingeschnittenen Schluchten der bizarren Meteora-Felsen.

Wie ein Adler auf einem Felsen krallen sich die alten Klöster hoch über der Tiefebene des Thessalien. Die Geschichte der Mönchsrepublik Meteora begann im 11. Jahrundert, als sich die Eremiten auf die wuchtigen Felsen zurückzogen. Irgendwann waren es 24 griechisch-orthodoxe Gemeinschaften, die in den "schwebenden Klöstern" lebten. Wir lassen uns von der Faszination der Einsiedeleien und dieser großartigen Landschaft mitreißen und besuchten zwei der noch fünf bewohnten Klöster.

Unzählige Autos am Fahrbahnrand verraten den Zugang zum Meteoronkloster. Eine steil an den Fels geklatschte Treppe führt über Hunderte von Stufen rauf zum Eingang des Klosters. Auf halber Strecke reihen wir uns in die Warteschlange ein. Dort lässt uns die Sonne erbarmungslos schmoren. Schließlich die Pforte passiert, erfreuen wir uns über die Kühle die im Innern der Gebäude herrscht. Dunkle Ikonen, alte Bücher und die vom Feuer verrußte Küche werden besichtigt, bevor wir uns auf den Weg zum nächsten Kloster machen.

Über 42 Grad im Schatten, kein Hauch von bewegter Luft, die Hitze ist fast unerträglich. So "brechen" wir wieder zurück, passieren nochmals die wunderbare Landschaft und wollen doch nur noch eines: Baden, Baden, Baden.

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Delphi

Gleich nach dem Frühstück verlassen wir zeitig unser Camp. Heute steht ein größerer Streckenabschnitt bevor. Entlang der gut ausgebauten und wenig befahrenen Straße lenken wir nach Volos. Weiter geht es nach Lamia, wo wir kurze Zeit später in die Bergwelt des Parnaß-Gebirges eintauchen. Beim Hochschrauben der Serpentinen sind uns die grünen Weinberge stets vor Augen. Unser Etappenziel Delfi erreichen wir erst spät abends gegen 18 Uhr. Die tief hängende Sonne wirft lange Schatten und ein warmes Licht auf die stimmungsvolle Anlage.

Die riesige Ausgrabung schmiegt sich an den Rücken eines Berges. Über staubige Pfade schlendern wir rauf zum Apollo Tempel und weiter zum Theater. Von den gut erhaltenen Rängen des Theaters haben wir einen imposanten Blick auf die umliegende karge Bergwelt.

Der runde Tholos, einer der wohl bekanntesten griechischen Tempel liegt etwas außerhalb in großartiger Einsamkeit. Wir besichtigen ihn zum Abschluss unserer Tour, da der Rest der Anlage bereits geschlossen ist.

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Kanal von Korinth

Von der Sonne geweckt, fahren wir schon sehr früh Richtung Athen. Großzügig wird die Großstadt umfahren um später entlang der Uferstraße nach Korinth zu gelangen. Kaum haben wir die Brücke über den Kanal passiert, suchen wir schleunigst einen Parkplatz um nochmals zu Fuß auf diese schwingende Eisenkonstruktion zu gelangen. 70 Meter unter uns passiert gerade ein Frachter den Kanal und erspart sich somit einen Umweg um die Insel Peleponnes. Eine zweite Brücke auf Meereshöhe am anderen Ende des Kanals erweckt unser Interesse. Ob die Brücke hochgeklappt wird? Eine Seitenstraße führt uns zum Geschehen. Die Konstruktion der Brücke lässt erkennen dass sie versenkt wird um kreuzende Schiffe passieren zu lassen.

Gegen Mittag erreichen wir die Archäologische Stätte von Korinth. Die Begeisterung für eine Besichtigung hält sich wegen der anstrengenden Temperaturen in Grenzen. Erst ein Blick über den Zaun weckt den Entdeckergeist. In der weiträumigen Anlage kann man das vergangene Leben so richtig nachvollziehen. Besonders das Brunnenhaus, die Wasserversorgung und die Kanalisation hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auffallernstes Bauwerk ist der Apollotempel mit seinen wuchtigen monolithischen Säulen.

Unser bereits bei der Planung auserwählter Campingplatz liegt in der Nähe von Nauplia am Ägäischen Meer. Wir versuchen ihn auf direktem Wege anzusteuern, was allerdings auf Anhieb nicht so recht gelingen will. Nach längerem hin und her entdecken wir doch noch das Schild zum "Camping Alkyion".

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Nauplia - Mykene

Temperaturmäßig schon beim Frühstück etwas geplagt, wollen wir den heutigen Tag etwas lockerer angehen. Ein Ausflug zum nahe gelegenen Mykene verspricht etwas Abkühlung. Im Reiseführer las ich, dass sich ein Großteil der Gräberanlage unter der Erde befindet.

Bei der Ankunft erkennen wir schon von Weiten das bekannte Löwentor. Es bildet den Eingang zur runden Grabanlage der Königsgräber. Die im Reiseführer empfohlene Taschenlampe liegt natürlich im Zelt, wo sie auch gut aufgehoben ist. So sind wir beim Durchstreifen der finsteren Gräber auf die Gunst anderer Besucher angewiesen. Zwar beeindruckt die Ausgrabung weniger durch gewaltige Bauwerke, doch hat sie ihren eigenen Reiz. 1876 wurde ein insgesamt 14 kg schwerer Goldschatz gefunden. Die Fundstücke, darunter die Totenmaske des Agamemnon sind heute zum Großteil im Archäologischen Nationalmuseum von Athen ausgestellt. Wir klettern noch ein wenig durch die Ruinen, bevor wir uns auf den Rückweg machen um den Rest des Tages mit Baden und Schnorcheln zu verbringen.

Beim abendlichen Bummeln kreuzen wir eine touristisch aufgeputzte Taverne. Den Eingang markiert eine große Windmühle, die als Bar ausgebaut ist. Tische und Stühle in den Nationalfarben weiß/blau stehen unter tief hängenden Weintrauben und erwecken unser Interesse. Wir können es uns nicht verkneifen das ansprechende Ambiente zu besuchen, wo wir bei Suflaki und Wein den Abend beschließen.

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Nauplia

Auch heute wieder in der Sonne erwacht und gemütlich mit frischen über-dimensionalen Brötchen gefrühstückt (bei uns würde man sie als Brot verkaufen), machen wir uns zeitig auf den Weg um Nauplia zu besuchen.

Über 900 steile, teils halsbrecherisch angelegte Treppenstufen quälen wir uns hoch zur Palamedes Festung. Die Sonne brennt erbarmungslos auf uns nieder. Etwas ausgelaugt erreichen wir das Tor zur Burganlage das gerade jetzt geschlossen ist. Mittagspause, eine Stunde warten in der prallen Sonne ist uns zu lange. Dafür ist der Panoramablick überwältigend, man hat die ganze Küstenregion und Stadt vor Augen.

Wieder unten durchstreifen wir die schmalen Gassen von Nauplia bis wir den Hafen erreichen, wo bunte malerische Fischerboote im Wasser schunkeln.

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Nauplia - Athen

Unterwegs im nahegelegenen Ort gilt unser erster Gedanke einem leckeren Abendessen. Ein plötzlich einsetzender Gewitterschauer lockt uns in eine nahegelegene Taverne. Das zum Essen servierte Zaziki quillt vor lauter Knoblauch förmlich über. Doch spät nachts sind wir ganz froh, dass wir nach der halben Schüssel kapituliert haben, als wir uns elend mit Schweißausbrüchen in unseren Schlafsäcken wälzen. Zu allem Übel kommt auch noch dazu, dass unser wohl genährter Zeltnachbar in den allertiefsten Tönen die umliegenden Anlieger terrorisiert. Seine Familie schläft bestimmt mit Gehörschutz!

Sehnsüchtig erwarten wir das Klingeln des Weckers um vier Uhr morgens. Die ganze Nacht kein Auge zugetan, sind wir ganz froh dass wir nicht mit dem Auto, sondern mit dem fünf-Uhr-Linienbus nach Athen fahren. Etwas Schlaf im Bus nachgeholt, wundern wir uns, dass die umliegenden Sitzplätze frei sind. Ob es doch etwas zuviel Knoblauch war? Egal, wir fühlen uns wieder wohl, sitzen am Fenster, bewundern die vorbei huschende Landschaft und genießen, genießen, genießen.

Gegen acht Uhr morgens erreicht der Bus den Zentralbahnhof von Athen. Schnell finden wir ein Taxi, das uns zu echt moderaten Preisen direkt vor die Akropolis chauffiert. Weit und breit sind nur wenige Turis zu sehen, es scheint als wären wir bei den ersten Besuchern der Kultstätte an diesem Morgen. Leider ist die Frontseite des großen Tempels (Parthenon) eingerüstet, dennoch verspüre ich so etwas wie Staunen, Ehrfurcht und Bewunderung über dieses gewaltige Bauwerk. Mittlerweile brennt die Sonne gnadenlos vom Himmel. Im sehenswerten Museum kühlen wir ein wenig ab, bevor wir uns auf den Weg zum Filopapou Hill machen. Von diesem Hügel sieht man nicht nur das Denkmal des Philopappos, sondern hat auch einen einzigartigen Blick auf die gegenüber liegende Akropolis und runter zur Stadt. Unsere Sightseeing -Tour führt uns weiter durchs Töpferviertel zum Keramikos. Die Ausgrabung ist ein Friedhof der vom Massentourismus noch nicht erfasst wurde, deshalb bietet er noch eine besondere Atmosphäre. Auf direktem Wege geht's dann zur Agora. Wegen der Ausgrabung wurde in den 30er Jahren ein ganzes Stadtviertel evakuiert und abgerissen. Heute sieht man hier eine Grünanlage in der die Denkmäler unter anderem auch der gigantische Hephaistotempel (Theseion) einbezogen sind. Durch die Plaka, ein Viertel mit vielen Andenken- und Souvenirläden, laufen wir zum Tempel des Olympischen Zeus. Vorbei am Zappeion geht's durch den National Garden zum Parlament um hier noch die Wachablösung der Evzonen am Athener Nationaldenkmal mitzubekommen. Die ersten Verhandlungen mit den Taxis - wegen Rückfahrpreis zum Zentralbahnhof - verliefen erfolglos. Teilweise fordern sie den dreifachen Preis der Hinfahrt. Wir entscheiden uns für eine Buslinie die uns gerade noch den letzten Linienbus zurück nach Nauplia erwischen lässt.

Nauplia - Epidauros

Das gewaltige Grabungsgelände von Epidauros kann außer dem sehenswerten Theater wenig bieten. Es wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Sein Theater fasst auf 55 Sitzreihen 14 000 Zuschauer. Phänomenal ist die Akustik: Wenn in der runden Orchestra eine Münze zu Boden fällt, hört man es bis in die obersten Ränge.

An der traumhaften Bucht von Palea Epidavros können wir nicht vorbeifahren. Wir nutzen gleich die Gelegenheit uns im türkisgrünen Wasser abzukühlen.

Um uns heute Nacht auf das tiefe Schnarchen unseres Zeltnachbarn etwas einzustimmen, wird vor dem Schlafengehen eine Flasche Hercules (Harzwein) vernichtet.

Nauplia - Platamon

Wir verbrachten unsere letzte Nacht auf "Camping Alkyon". Um den ersten Teil unserer Rückreise anzutreten verlassen wir unser Lager nach dem Frühstück. Entgegen unserer Anreise wollen wir uns den Umweg auf ländlichen Straßen um Athen ersparen. So nehmen wir doch lieber die Autobahn, die uns quer durch die Stadt führt. In Platamon verbringen wir ein paar Faulenzertage zwecks Erholung, bevor wir endgültig die lange Rückreise antreten.

Platamon - Monheim

Im Duty-free-Shop an der Landsgrenze zu Jugoslawien decken wir uns noch mit 40 jährigem Metaxa ein, der beim Durchfahren der weiteren Grenzen etwas Unbehagen aufkommen läst.

Schon etliche Kilometer abgespult, brechen wir ganz locker den Autoput entlang. Fast vergessen dass wir auch mal wieder tanken müssen, werden wir von der aufleuchtenden Reserveanzeige erinnert. Ein Schild "bis zur nächsten Tankstelle 70 km" lässt langsam Unbehagen aufsteigen. Schnell verlassen wir die Autobahn und versuchen unser Glück im nächsten Ort. Die Fahrbahn wird enger, schlechter und ist von Schlaglöchern geprägt. Dass selbe Bild im Ort: schlechter Asphalt, abbröckelnder Putz und halbfertige Häuser. Klar, dass wir hier keine Tankstelle erwarten können. Wir beschließen die nächste größere Stadt anzusteuern. Wieder ein Ziel vor Augen und fast vergessen die Reserveanzeige lenken wir etliche Kilometer durch eine öde, einsame Landschaft. Doch schneller als mir lieb ist, holt mich die Wirklichkeit - oder besser gesagt, die unseres fast leeren Tankes - wieder ein, denn in der Kleinstadt finden wir keine Tankstelle. Mit leichtem Unbehagen durchkreuzen wir den Ort und werden am anderen Ende doch noch fündig. Die Lage wieder entspannt, geht's zurück auf die Autobahn, um in Zukunft schon bei halb leeren Tank nachzutanken.

Nervig sind auch die Jungs die unsere super blitz Blanke Frontscheibe bereits zum fünften mal reinigen wollen. Fast an jeder Mautstelle werden wir umzingelt. Trotz unseres Ablehnens wird die Scheibe provisorisch durchgewischt. Die Verhandlung über die Entlohnung dieser "großzügigen" Dienstleistung ist meist nicht einfach. Der Deal, die Arbeitsleistung mit etwas Essbarem zu bezahlen (um die angeblich hungernde Familie zu versorgen) klappt eigentlich nie, denn sie wollen nur "Deutschmark". So kommt es wieder mal vor dass wir die Türen verschließen und die Beschimpfung ignorierend über uns ergehen lassen. Zornig wird dieses mal die Scheibe mit Dreck beworfen, was uns allerdings wenig stört, denn an der nächsten Mautstelle wird sie ja wieder gereinigt.

Wieder unterwegs überlegen wir uns einen Schlachtplan für das nächste Ereignis. Vielleicht klappt es ja wenn wir den Scheibenwischer laufen lassen? ;-)

Jugoslawien durchquert, fühlen wir uns schon fast wie Zuhause, obwohl wir noch gut fünfhundert Kilometer des Weges vor uns haben.

Angesichts des fortgeschrittenen Hungers und der Tatsache, dass wir fast in einem Rutsch rauf gefahren sind, entschließen wir uns die Autobahn zu verlassen um eine größere Pause einzulegen. Auf einer Almwiese in den österreicherischen Bergen packen wir unseren Kochkram aus, werfen eine Gulaschsuppe ein und genießen bei strahlendem Sonnenschein das alpenländliche Panorama bevor wir die restlichen Kilometer bis Nachhause abspulen.

… fast nonstop düsten wir die 1766 km durch. :-(

Franz Sebald

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