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Reisebericht
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Franz Sebald
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Strecke:
Siena - Ille Crete - Tivoli - Pompej
- Neapel - Vesuv
- Sorrento -
Amalfi - Ravello - Peastum
- Castellabate - S. Maria Castellabate
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Acciaron - Caserta - Fabru
- Citta d. Pieve - Lago di Castiglione -
Florenz
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| Reisebericht
als Textdatei (ohne Bilder) |
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Mit
dem Wohnmobil nach Kampanien.
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Monheim – Florenz
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Es ist Freitagmittag, das Womo ist eingeräumt und steht zur Abfahrt bereit. Wir wollen
zeitig los um der Osterreisewelle voraus zu sein. Als Philipp (6) vom Kindergarten abgeholt wird, klagt er
weinend über Ohren- und Halsschmerzen. Die Abfahrt wird bis auf Weiteres verschoben. Margit holt sich telefonischen Rat beim
Hausarzt. Die homöopathische Medizin hilft rasch, so dass wir uns
gegen 14:00 Uhr zur Abreise entschließen. Das Reisefieber legt sich
bei Philipp schon sehr bald und wir können beruhigt Richtung Brenner
weiterfahren. Kaum haben wir die Grenze zu Italien passiert, geraten
wir in den ersten Verkehrsstau. Wir kommen nur schleppend voran. Die
Strecke zwischen Brenner und Bozen ist von Baustellen übersät. Dennoch
schafften wir es an diesem Abend bis ca. 80 Kilometer vor Florenz.
Übernachtet wird an einem Autobahnrastplatz neben einem Kühllastwagen.
Das lautstarke Rattern des Gebläses stört uns wenig, nachdem wir todmüde
in die Betten fallen.
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Siena - Crete
– Rom
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Etwas
verschlafen entsteigen wir den Betten. Wir haben blauen, wolkenlosen
Himmel .
Frühstücken mit mitgebrachtem Kuchen. Angekommen in Siena,
finden wir am Stadtrand einen großen Parkplatz. 15000 Lire müssen
wir dafür hinlegen, obwohl es zum Zentrum doch noch ein ganz schönes
Stück zu laufen ist. Na ja, dafür bietet Siena viel zu Sehen. Als
erstes folgen wir dem mächtigen Touristenstrom zum muschelförmigen
Platz des Campo mit seinem 88 Meter hohen Turm Tore del Mangia,
dessen Besteigung wir aber wegen der langen Warteschlange sausen lassen.
Entlang der malerischen Via della Galluzza flanieren wir zum
gotischen Dom, der uns durch seine prunkvolle Fassade besonders beeindruckt.
Auch der in Zebrastreifen angelegte Marmor im Inneren ist nicht ganz
übel. Anschließend schlendern wir auf dem antiken Pflaster durch gewundene
alte Gassen und genießen die ansprechend restaurierte Architektur.
Es geht vorbei an liebevoll geschmückten Hinterhöfen, wo sich hinter
jeder E cke
ein Fotomotiv verbirgt - einfach malerisch! Langsam ziehen Gewitterwolken
auf. Wir bummeln noch durch einige Gassen, bevor wir uns auf den Rückweg
zum Parkplatz machen.
Kaum das Wohnmobil ereicht, schüttet es in Strömen.
Nach
ausgiebiger Mittagspause rollen wir weiter Richtung Süden. Das Regenwetter
hat sich zwischenzeitlich wieder in Sonnenschein umgewandelt und so
fahren wir einem herrlichen Nachmittag entgegen. Unser Weg wird begleitet
von hügeligen Äckern und Wiesen, vorbei an friedlich vor sich hingrasenden
Schafherden. Wir durchqueren die öde Landschaft der Crete,
ein Gebiet das südlich von Siena beginnt. Zypressenalleen, rotbraune
Hügel und alte Bauernhäuser spiegelten das charakteristische Element
einer toskanischen Landschaft wieder. Immer wieder zwingen uns schöne
Ausblicke anzuhalten und das Panorama zu genießen. Abends fahren wir
noch auf der gut ausgebauten Autostrada weiter bis kurz vor Rom.
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Tivoli – Pompej
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Nachdem unser Übernachtungsplatz nur ca. 40 km vor der Autobahnausfahrt
Tivoli lag, sind wir schon ziemlich
früh bei der Villa Hadrian. Direkt vor dem Eingang der Ausgrabungsstätte
bekommen wir einen kostenlosen Parkplatz.
Von der Pracht der Kaiserzeit, sowie von imperialer Größe vermitteln
die mächtigen Ruinen der Villa. Kaiser Hadrian ließ im kleineren Maßstab
die Bauwerke kopieren, die ihn bei seinen ausgedehnten Reisen durch
das römische Reich besonders beeindruckten.
Wir durchstreifen
die weiträumige Anlage - Rast machen wir auf einer marmornen
Bank, sie steht am Ufer eines dunkelblau schimmernden Beckens dass
von weißen, marmornen Statuen umgeben ist. Sie spiegeln sich im Wasser
des Piazza dòro
(Goldener Platz), der einst von 60 Säulen umgeben war. Im Hintergrund,
rot und weiß blühende Bäume, es ist Frühling!
Zudem haben wir strahlend blauen Himmel und die Sonne scheint voll
vom Himmel, einfach wunderbar! Fast drei Stunden schlendern wir durch
die alten Gemäuer, vorbei an Säulen, Statuen und schönen Wasseranlagen. Zum Abschluss besuchen wir auch noch das kleine, aber liebevoll dekorierte Museum
der Kaiservilla.
In der Zwischenzeit gesellte sich neben unseren Parkplatz ebenfalls
ein deutsches Womo. Die Familie aus Saarland
war gerade am Aufbrechen, als wir uns bei ihnen nach dem Weg zur Villa
d. Este erkundigen. Ganz nett war das Plaudern über vergangene Urlaubserlebnisse. Auch die pfiffigen Zaubertricks
der Saarländer verblüffen Philipp und lassen ihn noch lange in den
Tag hinein grübeln. Wir tauschen noch Insidertipps aus, bevor wir uns endgültig verabschieden.
Nach langem hin und her finden wir in der Innenstadt von
Tivoli einen Parkplatz am Friedhof. Laufen ist angesagt, denn es scheint
als sei die Villa am Rande der Kleinstadt. Nach 45 Minuten erreichen wir den eindrucksvollen Park mit
seinen großartigen Wasserspielen. Ein Paradies für Philipp. Hunderte
von Fontänen, Brunnen und Wasserbecken die das Wasser aufnehmen, sammeln,
weitergeben und empor schleudern. Überall rauscht es, Fontänen spritzen
an jeder Ecke hoch, es ist schon beeindruckend welche gewaltigen Mengen
an Wasser hier fließen.
Noch knappe 250 km sind es von Rom bis Pompei
– dort angekommen buchen wir uns auf dem Campingplatz
„Zeus“ in Pompei Scavi
ein.
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Pompej
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Die warmen Sonnenstrahlen schmeißen uns aus den Federn,
bereits am frühen Morgen hat es angenehme Temperaturen. Zum Frühstück
frische Brötchen, Croissants und von Philipp frisch gepflückte Orangen
von den Bäumen des Campingplatzes.
Ein Besuch von Pompej steht auf dem
Programm. Nachdem wir den Andrang an der Pforte hinter uns brachten,
starten wir mit dem uns an der Kasse in die Hände gedrückten Plan
Pompejis unsere Entdeckertour. Kreuz und quer geht’s durch die
Gassen der fast 2000 Jahre alten Stadt. Man kann sich so richtig in
das Alltagsleben der Römer zurückversetzen.
Sicher, den Archäologen hat Pompej, mit
ihren einzigartigen Wandmalereien, kostbaren Bodenmosaiken und den
auserlesenen Bronzestatuen viel Freude gemacht. Doch große Freude
macht sie heute auch dem italienischen Staat: mit über zwei Millionen
Besuchern ist Pompej die meist aufgesuchteste und damit einträglichste
Kunststätte Italiens. Somit ist es auch kein Wunder, dass wir auf
Unmengen von Besuchergruppen stoßen. Besonders beeindrucken uns die
vielen luxuriösen Villen mit ihren schönen Wandmalereien und aufwendigen
Mosaikfußböden. Großer Andrang ist im Freudenhaus, so dass wir wegen
Überfüllung erst gar nicht hineinkommen. Angeblich gibt’s hier
gut erhaltene Mosaike über das Liebesleben der Römer. Auch das riesige
Amphitheater mit Blick auf Vesuv erweist sich als lohnenswert.
In den schmalen verwinkelten Gassen herrscht kaum Luftbewegung. Temperaturen
über 30 °C lassen uns in sengender Mittagshitze schmoren und veranlassen
uns eine längere Pause im Womo einzulegen.
Gegen Nachmittag ziehen Wolken auf. Der bedeckte Himmel und ein angenehmer
Wind regen uns zu einem erneuten Besuch der Ausgrabung an.
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Pompej – Neapel
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„Neapel sehen und Sterben“, oder der Slogan „Eingang
zur dritten Welt“, so wurde es vor Jahren von der Presse vorgegaukelt.
Es traf auf keinen Fall als Charakterisierung zu. Klagen über Verkehr,
Müllberge, verpestete Luft, Korruption, Elend und Verbrechen - während
Touristenprospekte eine heile Welt am blauen Meer mit malerischen
Gassen vorgaukelten. Heute ist Neapel, die Stadt am Fuße des Vesuvs
wieder auf dem Wege, die kulturell anspruchsvolle Metropole Süditaliens
zu werden.
In
der Via Speranzella, der „Straße der
kleinen Hoffnung“, geht das Leben seit Jahrzehnten unverändert
seinen gewohnten Gang. Aus kleinen Handwerksläden klingen die Geräusche
emsiger Tätigkeit: Hämmern, Bohren, Sägen. Ein korpulenter Mann, in
einen engen Klappstuhl gepresst, verkauft an der Straße ausgestellte
Bilder und Antiquitäten. Wir bewundern noch ein wenig die düsteren
Ölgemälde mit ihren prunkvoll verzierten Goldrahmen, bevor wir durch
dunkle enge Gassen zum Castell Nuovo weiterlaufen. Betreten
wird es durch ein monomentales Renaissance-Portal. Gleich in der Nähe
der Festung ist die prächtigste Gallery Neapels, die Galleria
Umberto, mit ihrer 58 Meter hohen Glaskuppel. Gegenüber liegt Neapels
größter autofreier Platz, der Piazza Pubiscito
mit der Kuppelkirche San Francesco und den 1602 entstandenen Königschloss
Palazzo Reale.
Hier am südlichsten Punkt unserer Sightseeing-Tour drehen wir um und
schlendern zurück entlang der Via Umberto, Richtung Zentralbahnhof.
Ein Riesentumult, hastig dahineilende Passanten, hupende Autos, knatternde
Mopeds, Lärm und Gestank. Rechterhand geht`s
rein in eine Seitengasse. Wäsche hängt zum Trocknen über spielenden
Kindern. Düstere Einzimmerwohnungen, die nur durch die Eingangstür
Licht erhalten. Dunkle verrußte Fassaden, nur zwei Meter Platz für
einen holprig gepflasterten Weg, lenken uns weiter bis zum Zentralbahnhof,
wo wir die kreischende Bahnfahrt nach Pompej
antreten. Wir sind froh unser Womo stehengelassen und uns die Kurverei
und Parkplatzsuche in Neapel erspart zu haben. Bereits den ganzen Tag
werden wir begleitet von einem wolkenverhangenen Himmel. Doch kurz
nach unserer Ankunft in Pompej Scavi
zeigen sich wieder schüchterne Sonnenstrahlen.
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Pompej - Vesuv
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Angesichts
des strahlenden Sonnenscheins entschließen wir uns den Vesuv zu besuchen. Es ist morgens um
8:15 Uhr, wir stehen am Bahnsteig Richtung Ercolano.
Der Zug, für dessen Fahrkarte wir nur eine Kleinigkeit von 6 000 Lire
berappt haben lässt etwas auf sich warten.
Von Ercolano aus wollen wir auf direktem
Wege mit dem Linienbus weiter zu dem auf 1000 Meter Höhe liegenden
Parkplatz am Vesuv, glaubten wir jedenfalls. Kurz vor der Endstation
hält der Bus vor einem Kiosk an: Souvenirverkauf! Aus der viertel
Stunde Pause wird natürlich fast eine dreiviertel Stunde. Langsam
sammeln sich die Souvenirjäger wieder. Der Bus schleicht noch fünf
Minuten weiter, bevor er uns an der Endstation raus wirft. Die restlichen
200 Meter müssen wir über das rotbraune Geröll zu Fuß überwinden.
Nach über 30 Minuten Fußmarsch erreichen wir den Krater, in den man
aber erst blicken darf, wenn man 9000 Lire bezahlt hat.
Ein wenig beklemmend ist der Blick in den 230 Meter tiefen Krater,
der beim letzten Ausbruch 1944 noch 250 Millionen Kubikmeter Lava
ausgespieen hatte. Der Superpanoramablick auf den Golf von Neapel
wäre ein besonderes Erlebnis. Leider spielt das Wetter nicht mit,
es ist diesig. Wir wanderten noch entlang des Kraterrandes auf die
gegenüberliegende Seite, bevor wir uns zum Abstieg entschließen. Fast
eine Stunde warten wir auf den Bus, bevor er uns runter nach Ercolano
chauffiert. Wir bummeln stadteinwärts, hier wollten wir die Ausgrabungsstätte
Heracluem besichtigen, doch der Appetit
und das Restaurante in der Nähe verführen uns zum Pizza essen. Wohl
gestärkt, geht`s zurück zum Bahnhof. Wir
haben Glück, ein Zug eilt heran. Kurz vor unserm Ziel Pompej Scavi, geschieht etwas
was wir nicht erwarten. Der Zug zweigt wenige Meter vor dem Bahnhof
ab. Vermutlich sind wir im falschen Zug!
Am nächsten Bahnsteig verlassen wir den Waggon. Wieder ist Warten
angesagt... - es geht eine Station zurück. Etwas angenervt ist Franz
von der ewigen Warterei, auch Philipp dauert es zu lange. Endlich!
Der Zug nach Pompej Scavi trifft ein. Erst
am späten Abend erreichen wir unseren Campingplatz. Die geplante Duschaktion
verschieben wir auf morgen früh. Es wird noch schnell aufgekocht,
bevor wir todmüde in die Betten fallen.
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Pompej – Sorrento
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Nachts,
ein nicht ganz unbekanntes Geräusch. Regen prasselt auf die Dachluke.
Heute Morgen dann dasselbe Bild. Zum Glück hatten wir gestern Postkarten
besorgt. Es ist eine gute
Gelegenheit Grüße an die Daheimgebliebenen zu schreiben. Gegen Mittag
kommen langsam die ersten Sonnenstrahlen durch. Wir beschließen mit
der Bahn nach Sorrento zu fahren.
Hier angekommen, erkundigen wir uns am Bahnhof wegen einer Buslinie
nach Amalfi, die wir in den nächsten Tagen in Anspruch nehmen
wollen. Ohne Plan und Ziel flanieren wir entlang der Souvenirläden.
Etwas Shopping - Gewürze und Nudeln werden gekauft. Zufällig erreichen
wir einen Palmen umsäumten Platz, hoch über den Hafen liegend. Von
hier bietet sich ein toller Ausblick über den Golf von Neapel. Der
wie auf einer Bühne angelegte Ort, liegt über hohen steilen Felswänden.
Ein Fußweg führt über zahlreiche Treppenstufen hinunter zum Hafen,
wo wir bei leckerem Eis, den Meerblick genießen. Auf dem Rückweg zum
Bahnhof besuchen wir noch den romantischen Kreuzgang einer alten Kirche,
der liebevoll mit bepflanzten Terrakottagefäßen geschmückt ist.
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Pompej – Amalfi – Ravello
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Als wir morgens um 8:00 Uhr mit dem Zug nach Sorrent
fahren, zeigt sich ein strahlend blauer Himmel. Mit dem orangefarbenen
Linienbus geht`s weiter Richtung Amalfi. Kaum haben wir die Bucht von
Neapel hinter uns, ziehen dicke Nebelwolk en
auf. Kurz hinter einer Kurve wird der Blick frei auf das so typische
Panorama der Amalfiküste: steile Felswände
abfallend bis zum Meer. Tief eingeschnittene Schluchten sowie dicht
an den Fels geklebte Dörfer lockern die spektakuläre Küstenlinie auf.
Die kurvenreiche Serpentinenstraße, die sich an der Steilküste entlang
windet, bietet immer wieder wunderschöne Ausblicke. Leider werden
sie vom Nebel etwas getrübt, schade! Nach eineinhalb Stunden atemberaubender
Fahrt erreichen wir den 40 km entfernten Ort Amalfi.
Als erstes schlendern wir zum Dom, der für den kleinen Ort mit 6500
Einwohnern etwas überheblich wirkt, aber trotzdem sehenswert ist.
Wir lassen uns abseits des Touristenstroms in kleinen Gassen treiben.
Pastellfarbene Fassaden mit üppig überquellenden Blumenkästen, winzige
Terrassengärten die wie Schwalbennester am Hang kleben bezaubern uns
und spornen zu weiteren Aktivitäten an.
Vom
Hafen aus führt eine Busverbindung zum 300 Meter höher liegenden Ort
Ravello. Beim Hochschleifen der engen kurvenreichen Panoramastraße
spitzt plötzlich die Sonne hinter der Nebelwand hervo r.
Zugleich bieten sich beeindruckende Ausblicke auf die Küste. Die einst
blassen Farben werden in ein stimmungsvolles Licht getaucht. Langsam
bricht die volle Sonne durch.
Meterhohe Palmen, blühender Ginster, sowie einheimische Pflanzen machen
den Straßenrand zu einer richtigen Oase.
In Ravello besuchen wir die Villa der Familie Rufolo aus dem 11. Jh. Der beeindruckende Park wurde terrassenförmig
an den Fels gebaut. Hier auch der Blick auf das wohl bekannteste Fotomotiv
Kampaniens: die beiden Kirchturmkuppeln
vor der steil ins Meer stürzenden Amalfiküste,
eingerahmt von einer knorrigen Kiefer.
Anschließend führt uns ein 20-minütiger Fußmarsch, quer durch den
Ort, zur Villa Cimbrone. Der malerische
Kreuzgang und
die große Parkanlage bieten viele Fotomotive. Es geht weiter durch
den blühenden Park. Wir stehen an einem schwindelerregenden Ort, fast
300 Meter senkrecht abfallend bis zum Meer. Nicht zu Unrecht verdient
er den Namen "Terrasse des Unendlichen". Philipp weiß die
Höhe zu schätzen und geht eine Schritt zurück. Langsam lockt auch
ihn der grandiose Ausblick auf die Küstenlinie näher an die Brüstung
heran.
Beim Verlassen des Parks fallen bereits die ersten Regentropfen, wir
schaffen es gerade noch bis zur Bushaltestelle bevor es in Kübeln
gießt.
Nach dem Betreten des Busses, steigt uns sofort der ätzende Geruch
von "Kölnisch Wasser" in die Nase. Irgendwer musste sich
in dem Plunder geduscht haben. Jedenfalls waren wir alle sehr erleichtert
als wir die kurvenreiche Strecke, in der miesen Luft hinter uns gebracht
hatten. Gegen 19:00 Uhr erreichen wir den Campingplatz und freuen
uns auf ein gemütliches Abendessen bei Vino rosso.
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Pompej – Paestum – Castellebate S. Maria
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Knatternde
Dieselmotoren von Wohnmobilen wecken uns an diesem Morgen. Übernacht
kamen mindestens 20 Fahrzeuge auf dem Platz hinzu. Die ganzen Zufahrtswege
sind zugeparkt von Italienern die Ostern für einen Kurzurlaub nutzen.
Frühmorgens ist großes Rangieren angesagt, jetzt geht’s richtig
hektisch zu. Glücklicherweise wollen wir heute sowieso abreisen, so
fällt uns die Entscheidung nach dem Chaos etwas leichter.
Nochmals frische Brötchen zum Frühstück. Das Womo
ent- und versorgen und Abfahrt Richtung Salerno. Kaum auf der
A3, geraten wir in einen Stau. Für die weniger als 100 km Strecke
brauchen wir letztendlich über drei Stunden. In Paestum
angekommen, müssen wir feststellen dass zwei der drei griechischen
Tempel eingerüstet sind. Man kann vor lauter verrostetem Eisen nur
noch die Form der Tempel erahnen. Das blühende Handelszentrum wurde
im 7. Jh. v. Chr. gegründet. Nach der Durchkreuzung der archäologischen
Zone, die einen Umfang von fast fünf Kilometer aufweist, besuchen
wir das angrenzende Museum in dem viele Funde aus der Zeit um 500
v. Chr. und aus der Steinzeit dekorativ ausgestellt sind. Am späten
Nachmittag lenken wir weiter, entlang der Küstenstraße, zu dem am
Meer gelegenen Campingplatz „Trezene“ bei Castellabate
S. Maria. Am Strand tummeln sich Kinder vergnügt in den Wellen, uns
ist das Wasser allerdings zu kalt. Unser Stellplatz ist nur wenige
Meter vom feinsandigen Strand entfernt, so dass wir auch schnell bei
einem herrlichen Sonnenuntergang vor Ort sein können.
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Castellabate S. Maria
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Bereits
um 6:30 Uhr schmeißt uns Philipp aus den Betten. Am Campingplatz ist
es noch richtig still. Man hört nur das Rauschen des Meeres. Ein Blick
aus dem Fenster: der Himmel ist wolkenverhangen. Wir verbringen den
ganzen Vormittag im Womo mit Lesen und Karten
spielen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen locken uns die ersten
Sonnenstrahlen heraus zu einer Strandwanderung zum drei Kilometer
entfernten Ort Castellabate S.
Maria. Entlang der schwappenden Wellen erreichen wir den kleinen
Hafen, der mit vielen bunten Fischerbooten übersät ist. Ganz nett
sind ein paar malerische Boote, die im Sand liegen. Frauen sitzen
am Uferrand und säubern Fischernetze. Eine alte Festung begleitet
unseren Weg zum Zentrum. An einem großen mit Palmen umrahmten Platz
machen wir Halt, er ist der Mittelpunkt des Ortes. Hier herrscht reges
Treiben, es wird geplaudert, gelacht und geflirtet. Kinder spielen
Fußball, alte Männer träumen auf einer schattigen Bank von vergangenen
Zeiten. Ständig wechseln die Hauptdarsteller. Bei einem großen Eis
beobachten wir das Schauspiel eine ganze Weile und begeben uns dann
schließlich auf den Rückweg. Den Rest des Nachmittags verbringen wir
mit Faulenzen am Meer. Philipp gräbt den halben Strand um und ist
somit glücklich und zufrieden.
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Castellabate S. Maria - Castellabate
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Frühmorgens
aufgestanden um abzureisen, bekommen wir einen Tipp vom Platzbesitzer.
Angeblich ist Ostermontag ein schlechter Tag zum Fahren. Die meisten
Italiener wollen heute zum Piknicken raus auf`s
Land und die Verkehrsverhältnisse wären chaotisch. Ein Prospekt
vom nahe gelegenen Bergdorf Castellabate
drückt er uns in die Hand. Der Ort in traumhafter Lage
soll besonders sehenswert sein. Wir sind begeistert und verlängern
einen Tag. Nach Check der ausgeliehenen Räder radeln wir los zum Ortsrand.
Hier können wir auch die kilometerlange Blechlawine sehen, an der
wir später vorbeirollen. Unterwegs lenken wir linkerhand in eine Seitenstraße,
es geht mächtig bergauf. Wir müssen kraftvoll in die Pedale treten
um der sechs Kilometer langen Serpentinenstraße zu folgen. Die schweißtreibende
Strecke wird mit herrlichen Ausblicken auf die vorgelagerte Küstenlinie
belohnt.
Das Dorf, eingefasst von einer Ringstraße, im Innern nur enge Gassen
und Treppen die ein Befahren unmöglich machen. Zu Fuß lassen wir uns
durch den Ort treiben. Alte Häuser, der Putz abbröckelnd mit verwitterten
Fensterläden, Terrakotta-Gefäße liebevoll
mit Pflanzen geschmückt und malerische Hinterhöfe erwecken bei Franz
– zwecks Fotomotive - große Begeisterung.
Die hellgrünen
Blätter der frisch ausgetriebenen Kastanienbäume hängen tief herab
über die Teerasse einer Pizzeria. Großzügig verteilte Tische in weiße
Decken gehüllt, sowie der Panoramablick auf Küste und Meer laden zum
Verweilen ein.
Der
Ober trägt: weißes Hemd mit schwarzer Fliege und alles wirkt sehr
vornehm. Kaum sitzen wir am Tisch, wird auch schon ein Krug Wasser,
sechs Gläser und ein Korb mit Weißbrot aufgetischt. Nach
längerem Warten wird die Bestellung aufgenommen. Die Verständigung
fällt schwer, der Ober spricht kein Englisch – wir kein Italienisch.
Jedenfalls gibt`s heute keine Pizzas. Zwangsläufig
begnügen wir uns mit Nudelgerichten. Margit nimmt Spagetti mit Muscheln,
Philipp Rigatoni Napoli und meines können wir nicht identifizieren. Jedenfalls
ist`s scharf und lecker. Abgeschlossen wird
das Ganze mit Cappuccino. Gleichermaßen ruhen die müden Füße noch
ein wenig aus, bevor wir wieder runter rollen zum Hafen von S. Marco.
Abends wieder erholt, wandern wir bei starkem Wind und tosenden Wellen
fast zwei Stunden am Meer entlang. Langsam nähert sich die Sonne dem
Horizont, verzaubert noch ein letztes Mal den Himmel in ein rot leuchtendes
Farbenspiel, bevor sie entgültig im Meer versinkt. Wir erleben einen
wunderschönen Sonnenuntergang der uns bis in die Nacht hinein begleitet.
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Castellabate S. Maria – Acciaroli – Casserta
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Wieder
mal blauer wolkenloser Himmel, eigentlich zu schade zum Abreisen,
doch wir wollen weiter entlang der schönen Küstenstraße Richtung Süden
nach Acciaroli. Die gut ausgebauten Landstraße Nr. 16
schlängelt sich entlang saftig grüner Berghänge. Manchmal wird’s
auch richtig interessant - eine fast senkrecht abfallende Steilküste
bietet wunderschöne Ausblicke auf das farbenfrohe Meer. Hin und wieder
durchqueren wir kleine verschlafene Orte, malerisch am Meer gelegen.
Um
die Rückreise in mehreren Etappen angenehm zu gestallten, sind wir
hier gezwungen die Küste zu verlassen und durchs Landesinnere Richtung
Norden zurück zu fahren. Kurz vor der Autobahn geraten wir wieder
mal in einen Stau der sich aber bald auflöst, somit steht der Weiterfahrt
nach Casserta nichts mehr im Wege. Hier wollen wir das
Schloss, das wegen seiner Schönheit und dem 4000 Meter langen Wasserpark
zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens gehört, besichtigen.
In Europa ist es neben Versailles und Potsdam das schönste und größte
Schloss. Nach dem Verlassen der Autobahn sehen wir schon am Ende einer
breiten, kilometerlangen Straße die Reggia.
Zufällig ist auch gleich ein Parkplatz am Straßenrand. Schnell entscheiden
wir uns zum Parken, um das restliche Stück zu laufen.
Durch die gewaltige Größe des Schlosses haben wir uns in der Entfernung
total verschätzt, es sah so nah aus und war doch eine dreiviertel
Stunde Fußmarsch entfernt. Zu allem Übel kreuzen auch noch Bahnlinien
den Weg, so dass wir gezwungen sind einen weiteren Umweg zu einer
Unterführung zu laufen. Endlich angekommen müssen wir feststellen,
dass der besonders sehenswerte Schlosspark geschlossen ist, Schade!
Die Enttäuschung ist groß, so bleibt uns nur noch die Besichtigung
der Reggia mit ihren einst 1200 Zimmern.
An diesem Tag sind wir vom Glück nicht gerade gesegnet. Als wir Casserta verlassen, geraten wir in einen Stau nach dem anderen.
Nach eineinhalb Stunden haben wir gerade mal 30 km Richtung Rom zurückgelegt.
Etwas genervt verlassen wir die Autobahn und übernachten an einem
Parkplatz am Straßenrand.
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Casserta – Fabru
- Cita d. Pieve – Lago
d. Castiglione - Florenz
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Früh am Morgen wecken uns die ersten Sonnenstrahlen. Wir
haben wolkenlosen, strahlend blauen Himmel. Nach dem Frühstück wollen
wir zurück in die Toskana fahren, doch es ist einfach zu schönes Wetter
um den Tag auf der Autobahn zu verbringen.
So
entschließen wir uns die Straße bei Fabru
(Umbrien) zu verlassen um einige der schon von weitem sichtbaren
Bergdörfer zu besuchen. Nicht weit ist es bis zum nächsten Dorf. Es
liegt direkt neben der Autobahnausfahrt malerisch auf der Kuppe eines
Berges. Nur langsam kriechen wir die steilen Serpentinen hoch.
Trotz des 93 kW Turbodiesels muss Franz auf den ersten Gang zurückschalten.
Oben im Ort angelangt müssen wir wegen der immer enger werdenden Straße
zurückstoßen und umdrehen. Am Ortsrand geparkt, erkunden wir zu Fuß
die malerischen Winkel und Gassen des schön gelegenen Bergdorfes.
Ganz pfiffig ist eine Bank die aus alten Stoßstangen zusammengeschweißt
wurde.

Der Verkehr auf den gut ausgebauten Nebenstrecken hält sich an diesem
Vormittag in Grenzen und erlaubt so entspanntes Fahren und den Blick
für die Landschaft. Weiter geht`s entlang
der S 71 nach Cita d. Pieve, einem
Städtchen aus rotem Backstein, gelegen auf dem Rücken eines Bergkammes.
Außerhalb der Stadt ist auch gleich ein Parkplatz, wo wir später
erstmals größere Schwierigkeiten haben ihn wieder zu verlassen. Das
lange Heck, das beim Einschlagen des 6,5 Meter Schiffes weit ausschwenkt,
macht mir das Rangieren im engen Parkplatz besonders schwer. Das Städtchen
verzaubert durch seine schönen Gassen und den herrlichen Ausblicken
auf die umliegende Hügel und Berge. Die Landschaft mit ihren sanften
Hügeln und Zypressenalleen erinnert stark an die Toskana, nur ist
alles etwas weiträumiger und nicht so von Touristen überlaufen.
Unsere Route führt weiter zum Lago d. Castiglione,
einem großen See mit türkisblauem schimmerndem
Wasser, inmitten von Acker und Weideland gelegen. Die am See vorbeiführende
Autostrada bringt uns zurück auf die A 1,
und weiter Richtung Florenz bis zum Campingplatz „Norcenni
Girasole“ in Figline
Valderno. Hier wollen wir uns mit meiner
Schwägerin Edith und ihren Freund Stefan treffen. An der Rezeption
wird uns versichert, dass die Beiden noch nicht angekommen sind. Erst
beim Einparken auf dem zugewiesenen Stellplatz, entdecken wir am Nachbarplatz
das Auto von Edith. Was für ein Zufall! Sie waren drei Stunden vor
uns angekommen und liegen bereits am Pool, als wir sie treffen. Nach
dem Abendessen im Restaurant lassen wir den gemütlichen Abend bei
ein paar Fläschchen Chianti ausklingen und fallen dann irgendwann
spätnachts ins Bett.
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Florenz
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Ob es nun die Anstrengung des letzen Tages oder doch der
Chianti war, jedenfalls haben wir an diesem Morgen unentschuldbar
verschlafen. Auch Philipp, der uns sonst gegen 6:00 Uhr zu wecken
pflegt, verschläft. Vergebens versucht uns Edith mit heftigen Schlägen
gegen die Womotür zu wecken. Wir hatten vor, zeitig in Florenz
zu sein und wollten deshalb bereit s um 7:00 Uhr mit den Beiden frühstücken. Um 8:30 Uhr wachen
wir dann schließlich auf. Trotzdem noch großes Frühstück und dann
ab nach Florenz.
Es geht kreuz und quer durch die Stadt, Parkplatzsuche! Nach längeren
chaotischen Suchen werden wir etwas außerhalb des Zentrums fündig.
Ein Fußmarsch Richtung Dom führt uns vorbei an etlichen Kirchen die
wir teils auch besuchen. Besonders angetan sind wir von Santa Croce,
sie gilt als Phantheon der italienischen
Kultur und birgt eine Vielzahl schöner Fresken. In ihr liegen auch
Michelangelo, Machjavelli und Galilei begraben.
Wir bewegen uns weiter zum Domplatz, dem Treffpunkt von Menschen aus
aller Welt. Vor den Toren des Doms stehen Hunderte von Turis an. Wir
entschließen uns zur Besichtigung des Babtisterium
und reihen uns in die etwas
kürzere Schlange ein. Die Taufkirche
beeindruckt am meisten durch ihre achteckige vergoldete Mosaikkuppel.
Ganz unbedarft kaufen wir an einem Stand
große Tüten Eis, über die wir
uns später wegen der horrenden
Summe maßlos ärgern. Über d en
Palazzo Vecchio
geht’s weiter zur malerischen Ponte Vecchio, die einzige Arnobrücke
die von Kriegsschäden verschont blieb.
Entlang der Brücke streifen wir vorbei an den glitzernden Auslagen
der Juwelierlädchen. Von hier aus geht’s wieder zurück zum Innenhof
der Uffizien, wo sich reges Treiben abspielt. Maler zeichnen witzige
Karikaturen und Pantomimendarsteller versuchten das Interesse der
Touristen zu wecken. Fasziniert ist Philipp von einem ganz in Silber
getauchten Pantomimendarsteller der reglos auf einer Kiste steht.
Beim Hineinwerfen einer Münze in den Korb, schreckt er prompt einen
Schritt zurück als sich die „Statue“ bewegt. Auf dem Rückweg
steigen wir noch die Treppen hoch zum Piazzale Micheangelo. Vom belebten
Aussichtsplatz haben wir einen großartigen Panoramablick über die
Stadt.
Den lauen Abend verbringen wir wieder vor`m Womo mit Edith und Stefan,
allerdings nur mit etwas Wein.
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Florenz – Monheim
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Noch
etwas verschlafen schlürfe ich meinen heißen Kaffee, Autos brausen
lärmend an uns vorbei, wir stehen an einem Autobahnrastplatz bei Bozen.
Es ist am späten Nachmittag und ich hatte mich ein wenig flachgelegt,
um für die Weitefahrt wieder gerüstet zu sein. Heute Vormittag sind
wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit Edith und Stefan abgereist.
Ja, es ist soweit, unser Urlaub naht sich dem Ende. Wieder einmal
haben wir zwei wundervolle Wochen im Süden Italiens verbracht. Uns
bleiben noch viele Erinnerungen an eine schöne erlebnisreiche Zeit.
Bei
ganz reinheller Atmosphäre kamen wir Neapel näher, und nun fanden
wir uns wirklich in einem anderen Land. Die Gebäude mit flachen Dächern
deuten auf eine andere Himmelsgegend; inwendig mögen sie nicht sehr
freundlich sein. Alles ist auf der Straße, sitzt in der Sonne, solange
sie scheinen will. Der Neapolitaner glaubt im Besitz des Paradieses
zu sein“.
Goethe
notierte diese Zeilen im Jahre 1787 und er hatte Recht, wir waren
in einer anderen Welt, im vielverherrlichten Süden Italiens, in der
Heimat großer Kulturen der Antike und allergrößter Probleme der Gegenwart.
Franz
Sebald
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