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Wanderurlaub Mallorca - 2008
© Franz Sebald
www.sebaldreisen.de
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kultureller Höhepunkte in Lindos und der Altstadt von Rhodos, waren wir
von der griechischen Insel im letzten Urlaub etwas enttäuscht. Viele Wanderwege
waren schlecht auffindbar, nicht markiert und ließen uns deshalb des Öfteren
in der Prärie umherirren.
Deshalb fiel die Wahl für unseren Osterurlaub wieder auf das Wanderparadies
Mallorca.
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Di.
18.03.08 - Nürnberg - Palma - Alcudia
Heute Morgen
um 7 Uhr aufgebrochen erreichen wir nach langer Anreise gegen 15:30
unser Hotel Alcudia Garden. Wie bereits erwartet gelingt auch die Übergabe
des Mietwagens nicht auf Anhieb. Vergebens warten wir um 16 Uhr auf
unseren Fiat Punto. Angeblich wurde der Termin vergessen, um 18 Uhr
klappt es dann schließlich.
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Mi. 19.03.08
- Alcudia - Betlem
Um
uns ein wenig auf den Wanderurlaub einzustimmen, wählen wir Anfangs eine
bequeme Küstenwanderung an der Nordostküste. 
Über
die gut ausgebaute Landstraße nach Arta, erreichen wir den etwas verschlafenen
Ort Betlem. Er ist der Ausgangspunkt für unsere Wanderung zum Punta des
Calo. Auf breiten Wegen, die von Aleppokiefern und Zwergpalmen begleitet
werden, spazieren wir immer der Küste entlang. An dem angenagten Küstenplateau
treffen wir immer wieder auf leuchtend grüne Buchten, umgeben von steil
abfallenden Sandstein. Kein Winter vergeht, ohne das die See sich nicht
ein Stück Land zurückholt. Den Nachmittag verbringen wir im Naturreservat
S. Albufera mit Vögel beobachten. Das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet
Mallorcas bietet viele Möglichkeiten die reiche Vogelwelt zu bewundern.
Leider fällt es Lukas nicht leicht still zu sein, so dass er sehr bald
die Lust am "Birdwatching" verliert.
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Do. 20.03.08
- Alcudia - Monacor - Portochristo - Arta
Philipp und
Lukas sind immer begeistert von Höhlen, bereits beim Packen der Koffer
wurde die Taschenlampen als Erstes verstaut. Um nicht ständig mit der
Frage
"wann besuchen wir die Drachenhöhle?" konfrontiert zu werden, erledigen
wir das gleich zu Anfang des Urlaubs.
Quer durch
die Insel erreichen wir über Monacor die Hafenstadt Portochristo, wo uns
große Hinweisschilder zur Höhle lenken. Nicht gerade ein Schnäppchen ist
der Eintrittspreis von 9 Euro in dem das Fotografierverbot inbegriffen
ist. Auf gut angelegten Wegen schlendern wir im Massentrubel durch das
1 km lange Höhlensystem und wundern uns ständig über das Aufsichtspersonal,
dass sich an jeder Ecke präsentiert wo es etwas zu fotografieren gibt.
Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen Stalagmiten und Stalaktiten
die uns auf dem Weg zum gewaltigen, natürlichen Konzertsaal begleiten.
Ein riesiger unterirdischer See, der Größte auf Mallorca, umgibt die Sitzreihen,
die ein paar hundert Besucher aufnehmen können. Vom touristischen Ruderbootkitsc h
sind wir etwas enttäuscht, eine bessere Ausleuchtung des See`s wäre uns
lieber gewesen.
Nur ein paar
Autominuten entfernt liegt ein alter Wachturm an einem Cup. Ein sandiger
Weg führt uns im Hinterland der Küste durch einen lichten Kiefernwald
zur Turmruine Punta d Àmer. Die wuchtige kleine Festung wird von den Kindern
gleich gestürmt um im Innern auf das Dach des Turms zu gelangen, wo eine
alte Kanone ruht. Der Ausblick reicht über die grüne Landzunge bis zum
Meer. Auf dem Rückweg über Arta noch ein kurzer Abstecher zum Cup Vermel.
Leider ist die Höhle Coves de Arta wegen Bauarbeiten geschlossen, dafür
berauscht die Aussicht auf Küste und Meer.
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| Fr. 21.03.08 - Alcudia - Cala Sant Vicence
Die Sonne strahlt bereits früh am Morgen vom Himmel und
lockt uns zeitig raus zum Cap Alcudia. Unsere Lieblingstour die wir bereits
zum dritten Mal laufen, wollen wir unseren Inselneuling
Lukas (7) nicht vorenthalten.
Vom Parkplatz an der Ermita de la Victoria gehen wir über
die breite Schotterpiste aufwärts, bis uns ein Schild auf den Wanderweg
weist. Auf schmalem Pfad steuern wir entlang der
teils stark abschüssigen Küste direkt auf die Felswand Penya Roja zu.
Wir erreichen einen engen Durchschlupf, der an die fast senkrecht abfallende
Wand wie ein Schwalbennest gemauert wurde. Über einen äußerst schmalen
Pfad geht es durch das Nadelöhr. Eine gespannte Kette gibt Halt und hilft
über die spektakuläre Passage hinweg. Der grandiose Ausblick auf das Cup
des Pinar wird frei und motiviert uns zum Aufstieg auf den Gipfel des
Penya Roja. Natürlich lockt die Kinder mehr die alte Kanone, die auf der
Gipfelplattform thront. Die ausgiebige Mittagspause bei bestem Rundblick
auf die Buchten von Alcudia und Pollenca, stärkt uns für eine späteren
Besuch der Cala Sant Vicence bei Pollenca.
Auf privatem Grund führt ein gut ausgebauter Schotterweg
hoch zum Aussichtspunkt am Punta de Covas Blancas. Ständig ist der Blick
auf die senkrecht abfallende Felsenwand der Serra del Cavall Bernat frei
und dazwischen liegt die farbenprächtige Bucht der Cala Sant Vicence.
Den Rest des Tages verbringen wir an der Bucht. Die Knochen müde, dominiert
die Lust zum Faulenzen, während die Kids die Zeit mit Sandspielen verbringen.
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Sa. 22.03.08
- Alcudia - Palma
Palma bereits
vor Jahren einmal kurz durchstreift, wollen wir heute ausgiebig besichtigen.
Erstmals setzen wir im Urlaub unser neues Navigationsgerät ein. Stressfrei
lotst es uns quer durch die Innenstadt zu einem über Google Earth ausgewählten
Parkplatz, der auch noch kostenlos ist.
Unser
Bummel quer durch die Innenstadt kreuzt einige de r
Sehenswürdigkeiten die in fast jeden Reiseführer beschrieben sind. Besonders
angetan sind wir vom Kreuzgag der gotischen Kirche Sant Francesco mit
den reich verzierten, schlanken Säulen aus den 14/15 Jhr. Angeblich der
schönste Kreuzgang Mallorcas. Auch das Eingangsportal der Kirche Santa
Eulalia mit feinsten Details des gotischen Skulpturen-schmucks hinterlässt
einen bleibenden Eindruck.
Unser nächstes
Ziel ist das etwas außerhalb auf einem Berg liegende Castel de Bellver.
Leichter Regen gibt Anlass das Museum und die zahlreichen Innenräume des
kreisrunden Kastells zu besichtigen. Der Innenhof mit gotischen Arkadenumläufen
gilt als einer der schönsten Festungsbauten des Mittelmeerraumes. Über
eine Wendeltreppe erreichen wir das Dach
des Festungsbaus. Langsam reißt der Himmel auf und schenkt uns einen wundervollen
Blick auf die Bucht von Palma. Fast wie eine Theaterkulisse wirkt das
Stadtpanorama: über dem Hafen thront die Kirche La Seu und präsentiert
mit ihrer prächtigen Südseite ein bewegtes Schauspiel gotischer Architektur.
Links sieht man den festungsgleichen Almudaina - Palast und im Vorfeld
lagern hunderte von Jachten in der Hafenbucht.
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So. 23.03.08
- Alcudia - Pollenca - Formentor
Schon am
Vorabend sind wir gezwungen den Aufenthalt im Hotelspeisesaal zu verlängern.
Dunkle Gewitterwolken schütten den Regen erbarmungslos
nieder. Eine günstige Gelegenheit lässt uns im Laufschritt über den Garten
springen, um nahezu trocken unser Zimmer zu erreichen. Nachts wandelt
sich das Gewitter zu Dauerregen und zwingt uns den Vormittag im Hotel
zu verbringen. Mittags, als die Sonne etwas herausblitzt, brechen wir
auf zur nahe gelegenen Stadt Pollenca.
Die Parkplatzsuche
erweist sich als äußerst schwierig, nur weit außerhalb finden wir ein
Plätzchen. Die Oster - Prozession in der Altstadt offenbart das Parkproblem.
Wir folgen einer Treppe. Mit 365 von Zypressen gesäumten Stufen führt
sie rauf zum Kalvarienberg.
Der Blick vom Berg auf Pollenca zeigt den Charme der Stadt. Auf der gegenüberliegenden
Seite ragt der Hausberg von Pollenca empor und weckt unser Interesse für
eine Wanderung zum Kloster Ermita de Nostra auf den Puig de Maria. Im
Jahre 1348 soll nach einer Lichterscheinung hier oben eine Marienstatue
gefunden worden sein. Als man sie ins Tal bringen wollte, wurde sie so
schwer, dass acht starke Männer sie nicht vom Fleck bewegen konnten. Dies
war der Anlass für den Bau des Klosters. Der Besuch der Einsiedelei ist
immer wieder lohnenswert, Klosteridylle, Blumenpracht und eine Aussicht
dazu, die einen staunen lässt.
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Mo. 24.03.08
- Alcudia - Soler - Binaraix
Angekommen
in Binaraix, haben wir unser Ziel vor Augen: majestätisch thront der Gipfel
des L`Ovre mit seinen 1093 Metern über uns. Ob wir es mit Lukas hinauf
zum Gipfel
schaffen?
Ein starker
Sturm peitscht in die Schlucht hinein und lässt den atemberaubenden Blick
zurück auf Binaraix nur kurz genießen, denn es ist auch bitterkalt. Gerade
mal 12 Grad zeigte das Thermometer beim Verlassen des Autos. Auch die
Zitronen- und Orangenbäume
am Wegrand lassen bei dieser Kälte kaum mediterranen Flair aufkommen.
Wir sehnen uns nach warmen Handschuhen, sind aber ganz glücklich, dass
wenigstens die Stirnbänder eingesackt wurden. Für reichlich Abwechslung
bei den Kindern sorgt der Bach mit seinen zahlreiche Wasserfällen, dem
wir die ersten Kilometer folgen. Das satte Grün der Landschaft weicht
einer schroffen Felsenwelt, die wir über einen spektakulär angelegten
Weg Meter für Meter bezwingen. Je weiter wir aufsteigen, desto großartiger
wird die Aussicht auf das Tal von Soler und Meer. Das Wetter macht uns
langsam Sorgen. Der Sturm wird immer stärker,
außerdem wird es empfindlich kälter. Etwa 200 Meter vor dem Gipfel müssen
wir kapitulieren. Nach der Mittagspause im Windschatten der Felsen entschließen
wir uns zum Abstieg.
Wieder am Bach, spitzt heute erstmals die Sonne hervor und verzaubert
die blühende Pflanzenwelt in einen mediterranen Frühling. Nur noch der
schneebedeckte Gipfel des Puig Major erinnert an die vorangegangenen Wetterkapriolen.
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Di. 25.03.08
- Alcudia - Valldemossa
Nach großartigem
Frühstück lenken wir auf schnellstem Wege über die Autobahn nach Santa
Maria del Cami und weiter nach Valldemossa.
Am
Ortsrand geparkt, treffen wir prompt auf den Wanderweg der ins Tal von
Cairats führt. An einer Kreuzung vergessen wir abzubiegen und müssen einen
Teil des eintönigen Weges zurückgehen. Jetzt wo der schmale Schotterweg
richtig steil bergauf geht, die Aussicht durch den Eichenwald verdeckt
wird, ist es um uns ganz still geworden. Jeder Schritt wird zu einem Atemzug,
vor allem Lukas findet ständig einen Grund zum Jammern. Doch als wir den
Wald verlassen und das Hochplateau den freien Blick über die grandiose
Landschaft freigibt, ist der Frust wie weggeblasen und neue Energie durchströmt
die Waden. Wir
befinden uns auf dem steinigen Reitweg des Erzherzog Ludwig Salvator,
der sich wie mit dem Lineal gezogen im Zickzack über die Hochebene hinweg
zieht. Ein Aussichtpunkt am Puig Gros schenkt uns einen Tiefblick auf
die ziegelroten Dächer von Deia vor dem tiefblauem Meer. Auch heute bläst
ein eisiger Sturm. Oben am Grat entlang haben wir zu kämpfen, dass wir
nicht vom Berg gewehrt werden. Trotzdem ist die Aussicht einzigartig.
Wir genießen noch den Panoramablick auf Palma um dann den Rest des Rückwegs
hinunter nach Valldemossa abzuspulen. Wir haben schon über fünf Stunden
in den Waden und die Lust zum Bummeln durch den sehenswerten Ort ist gedämpft.
Zeitig geht's zurück ins Hotel.
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Mi. 26.03.08
- Alcudia - Sa Calobra
Zeitig
nach dem Frühstück starten wir zu einem der begehrtesten Ausflugsziele
Mallorcas. Die Schlucht Torrent de Pareis ist nicht nur wegen ihrer landschaftlichen
Schönheit beliebt, auch die Anfahrt über die spektakulär angelegte Serpentinenstraße
Sa Calobra ist ein besonderer Höhepunkt. Schon beim Hinunterschleifen
der Kehren bemerken wir ein äußerst mäßiges Verkehrsaufkommen. Sollten
wir tatsächlich der großen Anreisewelle vorher schwimmen? Unten angekommen
ergattern wir noch am Straßenrand einen kostenlosen Parkplatz.
Wir zählen zu den Ersten die an diesem Morgen die Schlucht betreten. Vor
uns liegt das ausgeschwemmte Flussbett, umgeben von steil emporragenden
Felswänden. Nur der Fluss kommt uns etwas größer vor als sonst und das
gerade heute wo wir die Schlucht ein paar Kilometer hoch wandern wollen.
Beim Erreichen der ersten Hürde, wo das Wasser über die ganze Talbreite
reicht und der Weg nur durch das Wasser führt, werden wir überzeugt dass
unsere Tour gleich hier am Anfang enden soll. Zwei harte Jungs, ausgezogen
bis auf die Unterhosen, waten durch den Fluss. Das Gepäck und die Schuhe
hochgehoben, reicht ihnen das Wasser fast bis zum Hals. Im Sommer vielleicht
ein Riesenspaß, aber bei 17° C Lufttemperatur vergeht uns die Lust am
Baden. An einem sonnigen Plätzchen beobachten wir das muntere Agieren
vieler Wanderer die versuchen den Fluss zu durchqueren aber alle irgendwann
aufgeben. Nach längerer Pause brechen wir ab und versuchen unser Glück
mit einer Wanderung bei der nahe gelegen Bucht Cala Tuent. Auch hier werden
wir vom Pech verfolgt und müssen die Tour wegen eines eingestürzten Weges
inmitten einer senkrecht abfallenden Wand, abbrechen.
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Do. 27.03.08
- Alcudia - Banjalbufar 
Schon
gestern beim Abendessen fühlte sich Lukas ganz warm an. Nachts hatte er
starkes Fieber, das heute Morgen wie weggeblasen ist. Aufgrund dessen
wählen wir den "Generalsweg" bei Banjalbufar. Er ist einer der bequemsten
Routen entlang der Südwestküste. Die Anreise ist Erholung pur: Sonnenschein,
tolle Ausblicke, tiefblaues Wasser und zwei zufriedene Kinder , die in
ihren Büchern lesen.
Vor dem Ort
geparkt, führt die Route auf breitem Pfad, hoch über der Küste durch einen
lichten Kiefernwald. Begleitet werden wir vom Rauschen des Meeres. Ab
und zu zeigt eine Lichtung den Blick aufs Meer. Stetig geht es leicht
bergab. Als wir den Strand erreichen, weicht der Wald zurück und gibt
die Felsenlandschaft mit ihren traumhaften, rotbraunen Buchten frei. Es
wäre eine Sünde hier nicht zu verweilen. Der starke Wind treibt hohe Wellen
gegen die Felsenküste und lässt die Gischt meterhoch spritzen. An einem
windgeschützten Ort verbringen wir unsere Mittagspause, um später den
Rückweg auf der selben Strecke anzugehen. Gleich hinter Banjalbufar führt
die Küstenstraße am Mirador des Ses Animes vorbei. 
Der Wachturm
aus dem 15 .Jh. steht auf einem Felscup und dient als Aussichtspunkt auf
die bombastische Südwestküste. Mit diesen tollen Ausblicken schließen
wir die Route ab und lenken zurück zum Hotel.
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Fr. 28.03.08
- Alcudia - Arta
Die
Küste nördlich von Arta blieb trotz vieler bildhübscher Buchten bislang
von der touristischen Erschließung verschont. Unser Wanderziel an dem
ursprünglichen Küstenstrich ist die feinsandige Bucht Platia de sa Font
Calada und ein Wachturm den wir unterwegs kreuzen.
Unseren
Ausgangspunkt für die Runde erreichen wir über eine holprige Piste, die
gerade noch mit dem PKW befahrbar ist. Ein großes Wasserloch, das quer
über die Fahrbahn reicht und dessen Tiefe wir nicht abschätzen können
hindert uns am Weiterfahren. Wir gesellen das Fahrzeug
neben bereits Parkenden und laufen den restlichen Kilometer des Weges,
bis wir den Wanderpfad erreichen.
Auf steinigem Fußweg folgen wir immer der Küstenlinie und umlaufen so
manche traumhafte Bucht, die einen Badestopp geradezu aufdrängt. Das kalte
Wasser schreckt sogar die Kinder ab, dennoch reicht es zum Sandspielen
allemal. Die karge Landschaft zeigt, dass die Winter in dieser Gegend
recht rau sein müssen. Selbst das überall anzutreffende Dissgras hält
reichlich Abstand vom türkisfarbenem Meer. Der Piratenausguck ist bereits
in Sichtweite und spornt uns förmlich an, nur Philipp jammert immer mehr.
Erst später, als wir den Turm erreichen, offenbart er, dass es ihm nicht
ganz wohl ist. Lukas erforscht den Rundbau ausgiebig mit der Taschenlampe
und entdeckt eine Treppe die zum Dach führt. Zwei alte Kanonen lassen
das Kinderherz höher schlagen - der Ausblick auf die grandiose Küstenlandschaft
interessiert ihn nicht.
Nach zweistündiger
Pause vor mittelalterlicher Kulisse, brechen wir die Tour ab und hoffen,
dass es Philipp morgen wieder besser geht.
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Sa. 29.03.08
- Alcudia - Cala Ratjada - Alcudia - Palma - Nürnberg
Seit
gestern sind die Temperaturen (20°) so wie wir es eigentlich erwartet
hätten, doch heute Abend endet der Urlaub. Wir nutzen diese letzte Gelegenheit
für eine Tour an der Nordost Spitze bei Cala Ratjada. 
Die Landzunge
zwischen den beiden Buchten Cala Agulla und Cala Mesquida quert ein beliebter
Wanderweg. Den anstrengenden Aufstieg zum aussichts-reichen Wachturm Talaja
de Son Jaumell meistern wir gleich anfangs um uns nach dem Abstieg an
der Cala Mesquita ausgiebig erholen zu können. Die Lage ist absolut traumhaft:
umgeben von gewaltigen Sanddünen schwappt uns das türkisgrüne Wasser entgegen
und die Kinder beschäftigen sich mit Sandburgen bauen. Wir genießen noch
die letzten Sonnenstrahlen, bevor es heute Abend zurück nach Deutschland
geht.
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